WOCHE 3
Das Leben kommt in Wellen und die Gefühle dürfen mit!
Keine Frage: Die Wellen des Lebens begegnen uns immer wieder. Mal heftiger, mal durch sanftes Schaukeln und einruckeln.
Jede Welle ist dazu da uns sichtbar zu machen wie sicher und stabil wir in unserem Inneren stehen. Sie spült weg, was schon lang nicht mehr zu uns gehört und macht fühlbar wo der Weg hinführen kann UND LÄSST UNS SCHLUSSENDLICH ERKENNEN, WAS ES BRAUCHT DAMIT WIR STABIL AUF UNSEREN BEINEN STEHEN.
Bei all den Erfahrungen, die jede:r Einzelne von uns macht ist der UMGANG mit dem was mir begegnet wesentlich.
Wie stark bin ich verbunden mit meinem Innersten?
Was ist mir wichtig?
Wie sehr lasse ich mich von den Wellen durchspülen und vertraue drauf, dass das was ICH wirklich BIN übrig bleibt?
Wie sehr bleibe ich im Kampf und in den Schutzmechanismen hängen?
Auf Beziehungsebene und im Körper ist das „Durchlässig und Weich bleiben“ besonders wichtig. Emotional tiefgehende Erfahrungen, die keine Chance bekommen wirklich gut durchgefühlt und somit im Körper integriert zu werden, können jahrzehntelang – und über Generationenthemen auch jahrhundertelang – in unserem familiären System feststecken. Sie beeinflussen jede unserer Beziehungen!
EMOTIONEN SIND DER AUSDRUCK UNSERES SEINS.
Emotionen zeigen, was jetzt gerade da ist in unmittelbarem Ausdruck:
Ich erschrecke mich: meine Augen weiten sich, ich halte die Luft an, ich schreie möglicherweise kurz auf
In diesem Ausdruck wird sichtbar, was in mir los ist.
Mit dieser Sichtbarkeit wird auch meinem Gegenüber klar, was in mir los ist. Das öffnet die Möglichkeit für Empathie, Nähe und Verbundenheit.
Irgendwo in unserem Leben haben wir aber gelernt, dass der Ausdruck von unmittelbaren Emotionen nicht sicher ist. Jemand in unserer nahen Umgebung hat uns die Erfahrung machen lassen: Wenn du aufschreist, dann macht mich das unsicher und deshalb: bleib lieber ruhig.
Eine Erfahrung nach der anderen hat unseren Neocortex trainiert, welchen menschlichen Ausdruck dieser hemmen soll, was gesellschaftlich verträglich ist und was nicht. Prinzipiell eine gute menschliche Eigenschaft um nicht aus der sozialen Gruppe ausgeschlossen zu werden (und im schlimmsten Fall im Urwald zu sterben).
Was WIR NICHT GELERNT HABEN IST: wie gehe ich so mit meinen Emotionen um, dass sie nicht als Gefühls-DAUERLOOP in meinem körperlichen System hängen bleiben und somit jede soziale Beziehungsgestaltung torpediert?
Emotionsausdruck ist eine Sache von 7 – max. 90 Sekunden!
Im Gegensatz dazu kann ich im Gefühlsstress ein Leben lang drin hängen und mein Wesen baut sich über die starre GefühlsEnergie in meinem Körper ein Leben in einem gefühlten Gefängnis auf.
Wie kommen wir also in die Freiheit?
Wir brauchen den ATEM dazu. Er ist die Verbindung zwischen Gehirn und Körper. Er gibt uns die Freiheit unsere Emotionen zu spüren und auszudrücken: ENDLICH DARF ICH AUFATMEN!
Niemand im Außen – und auch mein Neocortex – hemmen unseren Ausdruck und ich bin FREI.
ÜBUNG: ATEMRÄUME
Mach dir bewusst, welche Atemräume in deinem Körper zu finden sind:


Zurück ans Steuer!
Den Wellen des Lebens kann ich mit der GestalterENERGIE begegnen – mit der wir uns letzte Woche beschäftigt haben.
Ich nehme das Steuer in die Hand und mache das KONKRET über den Atem. Im folgenden Video findest du einige Infos über den Atem und eine Erklärung zu den Atemräumen:
Die Übung ZWERCHFELLVOGEL folgt im nächsten LIVE.
Viel Freude beim Steuer in die Hand nehmen!
Daniela
